Einweihung des ersten Solar-Faltdachs über einer Kläranlage

6. September 2017

Heute wurde das Solarkraftwerk bei der ARA Chur in Betrieb genommen. Die Bauherrin IBC Energie Wasser Chur (IBC) investiert insgesamt 1,65 Mio. CHF in diese Hightech-Photovoltaikanlage. Der produzierte Ökostrom wird direkt vor Ort in der ARA Chur gebraucht, wo er rund 20% des Gesamtbedarfs abdeckt. Die Vertreter der Stadt Chur und die Firma dhp technology sind sehr stolz auf dieses sinnvolle Vorzeigeprojekt, welches bereits jetzt Interessierte aus der ganzen Schweiz und dem Ausland anspricht.

Die IBC realisiert mit dem Landquarter Jungunternehmen dhp technology das weltweit erste Solar-Faltdach über einer Kläranlage. Die Entwicklung und Erprobung der Anlage wird vom Bundesamt für Energie (BFE) unterstützt. Zukunftsweisend wird bei dieser Photovoltaikanlage Strom dort produziert, wo er gebraucht wird. Heute wurden die Solar-Panels ausgefahren und die Anlage offiziell in Betrieb genommen. Für die IBC als Bauherrin, die Stadt Chur als Stromabnehmerin und dhp technology als Lieferant wurde dieses Ereignis mit grosser Genugtuung gefeiert.

Das Solar-Faltdach HORIZON ist ein bewegliches Leichtbausystem basierend auf Seilbahntechnologie. Es ermöglicht die erweiterte Nutzung von bereits genutzten Flächen. So können die Klärbecken der ARA Chur zur Stromproduktion genutzt werden und bleiben trotzdem zugänglich für Wartungsarbeiten. Die Tiefbaudienste der Stadt Chur, als Betreiberin der ARA Chur gehen zudem davon aus, dass durch die Verschattung der Klärbecken als positiver Effekt die Algenbildung und damit der Wartungsaufwand reduziert werden.

Mit dieser ersten Bauetappe wurden rund 30% der gesamten Anlage realisiert. Im Vollausbau, welcher im Frühjahr 2018 abgeschlossen sein wird, hat das Solarkraftwerk eine Leistung von 636 Kilowatt Peak (kWp) und produziert pro Jahr rund 540’000 kWh Strom. Dies entspricht dem Bedarf von rund 120 Haushalten. Die von der IBC betriebene Anlage liefert den Solarstrom jedoch direkt und vollumfänglich an die ARA Chur. Damit werden rund 20% des Gesamtbedarfs der ARA Chur gedeckt.

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